Geschichte der Gartenarchitektur

Faszination Gartenkunst – von der Antike bis heute.

Die ersten Gärten entstanden um 1300 v. Chr. bei den alten Ägyptern. Bekannt für ihre prächtigen Gärten waren auch die Assyrer und Babylonier, dann die Perser und Griechen, die in ihnen auch ein Symbol von Macht und Reichtum sahen. Die vor allem mit Bäumen bepflanzten Anlagen dienten als Orte für religiöse Rituale, aber auch zur Entspannung oder für intellektuelle Gespräche. Die Gartenkunst wurde schon damals hoch geschätzt. Gärtner und Blumenbinder waren gefragte Spezialisten.

Die Römer brachten neue Impulse. Sie schufen phantasievolle, üppige Gärten, die der Ergötzung und Sinneslust dienten – und deren Macht demonstrierten. Beispiel dafür ist das „Goldene Haus des Nero“, eine phantastische Gartenanlage von riesigen Ausmaßen. Mit ihren aristokratischen Villengärten legten die Römer den Grundstein für die moderne Gartenkultur.

Im Mittelalter war es vorerst vorbei mit der Üppigkeit. Die Bewährungsanlagen der Burgherren ließen – wenn überhaupt – nur kleine Gärten zu. Erst hinter dicken Klostermauern fand die europäische Gartenkunst wieder zu Aufschwung. Die mittelalterlichen Klostergärten waren Nutzgärten und wurden von Obst, Gemüse und Heilpflanzen dominiert.

Der Durchbruch der europäischen Gartenkunst gelang unter den Herrschern der Renaissance, des Barock  und des  Rokoko. Als Vorreiter gelten italienische und französische Gartenkünstler. Die Renaissancegärten sind von architektonisch strengen Formen gekennzeichnet. Je weiter der Barock fortschritt, umso mehr Schnörkel und Rundungen fanden Eingang in den Gartenstil. Die bombastischen Parkanlagen von Versailles zeugen noch heute von einer immensen Prachtentfaltung. Daneben gab es aber auch andere Denkrichtungen, vor allem niederländischer oder englischer Prägung.

Von besonderer Bedeutung für unsere heutige Gartengestaltung ist die englische Gartenkunst. Englische Gärten mit ihren weichen Formen, ihrem romantischen Flair, der sorglosen Heiterkeit und dem Fehlen jeglicher zeremonieller Pracht stellten ein Novum dar. Sie dienten dem Spiel, der Erquickung und der Beschaulichkeit.  

 

 

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